Am gestrigen Sonntag war der langersehnte Auftakt in ein Hügeltraining für dieses Jahr. Der Königsforst wurde ausgeguckt, da mir der Weg in die Eifel noch zu lang ist.
Da ich abseits der offiziellen 7km Runde von der Winterserie (HM) in Refrath, 2 schöne Hügel kenne, habe ich diese in die 7er Schleife mit eingebaut. Soweit der Plan, diese Strecke 3 x zu laufen, um am Ende mit dem Umweg (dann 8km) auf 24km zu kommen.
Mit Rucksack (gepackt, damit das Training sich auch real anfühlt
) und MP3-Player lief ich dann los und hatte gerade den ersten Hügel hinter mir, da kam mir der Gedanke, es heute doch ein wenig auf die Spitze zu treiben, bzw. etwas auszutesten.
Die Brocken-Challenge war, was die Höhenmeter betrifft um einiges imposanter, daher sollte mich hier die kleine Hügelvariante nicht auspowern.
Gedacht, getan, als ich den 2. Hügel hinter mir hatte und gerade auf der Kuppe war, drehte ich mich um und lief zum Ausgangspunkt vor dem 1. Hügel zurück, erklärte mich unterwegs für bekloppt
und setzte zur Wiederholung an.
Die Beine meckerten überhaupt nicht, wie auch, ich lief langsam und wollte dies ja jetzt in jeder Runde so machen. Beim 2. Mal oben angekommen, war ich zufrieden und musste irgendwie lächeln, denn das Teilstück danach geht schön hinunter und es bleibt Zeit zur Erholung und um wieder in den gewohnten Tritt zu kommen.
2. Runde nächster Versuch, erst war ich skeptisch, aber je näher ich an die Hügel ranlief, desto sicherer wurde ich bezüglich meiner Entscheidung. Beim Anlauf auf die Hügel, ca. 4km, kann man es sich ja anders überlegen. 
Es regnete mittlerweile in Bindfäden oder im Nieselregen, keine Ahnung was es genau war, ich wurde nur äusserlich nass.
So lief ich wieder die Hügel hinauf, wurde immer wieder etwas schräg angeguckt, weil ich im Königsforst mit Rucksack laufend unterwegs war. Eigentlich wollte ich die Stöcke ja auch noch mitnehmen.
Oben angekommen, machte ich wieder die Kehrtwendung und variierte jetzt etwas, mit Tempo hinunter und den Hügel hinauf in leichten und sehr kurzen Intervallen, um dann wieder hinunter auszutrudeln.
So hatte ich nach dem erneuten Weg hinauf bereits 10 Hügel statt deren 4, denn auf dem Weg zurück musste ich ja auch einen Hügel wieder rauf.
Nun hatte ich aber das Gefühl einer Wirkung in meinen Beinen, die Unterschenkel muckten auf und ich horchte in mich hinein. Jedoch verflog dies auf dem Weg zurück zum Ende der zweiten Runde.
Auf der 3. Runde war ich nun doch ein wenig durchnässt, der Rucksack noch ein paar Gramm schwerer, aber die Musik der 80er ließ mich beschwingt weiterlaufen. Warum lief gerade jetzt “In the Navy” von den Village People?!?
Ich bemerkte gar nicht, das ich schon wieder vor den Hügeln war und diese locker in Angriff nehmen wollte. So kam es auch, ich war locker und bewältigte sie in einem ruhigen Lauf, völlig gedankenfrei und angetrieben von der Musik.
Nun fiel mir wieder ein, was ich für Mont Blanc unbedingt noch kaufen muss, einen 2. langlaufenden MP3-Player als Motivationsstütze, -hilfe!!!!
Die 3. Kehrtwende verlief besser als die zweite!!! Kein Murren der Unterschenkel.
Dennoch war ich dann auf dem Weg zurück ins “Ziel” froh, fertig mit dem Training zu sein.
Hochgerechnet waren es insgesamt ca. 450 Höhenmeter bei einer Hügelhöhe von ungefähr 30 Metern. Nicht viel, aber in ihrer Konzentration auf kurzem Stück sehr fordernd.
Eine schöne Strecke mit viel Alternativpotential, denn ich könnte nach den Hügeln auf die offizielle 7er Runde zurückkehren, in entgegengesetzter Richtung laufen und 1km später wieder vor den Hügeln stehen. So hätte ich eine 2,5km Hügelrunde.
Dann aber hoffentlich bei schönerem Wetter!!!
Grüße
Michael