Archive for the ‘Laufberichte’ Category

1. Meller Bahnmarathon am 16.01.2010

Sonntag, Januar 17th, 2010

Ich habe lange überlegt, ob ich zu diesem “kleinen” Laufevent überhaupt einen Bericht schreiben sollte?!?
Denn der eigentliche Nutzen für den Leser sollte doch eigentlich darin bestehen, hieraus Informationen über eine Veranstaltung zu bekommen, bei der er/sie eventuell auch mal mitlaufen möchte.

Genau dies ist aber leider bei sogenannten Einladungsläufen oder eben kleinen Veranstaltungen nicht immer gegeben.
Allerdings habe ich mich dann gerade deswegen für ein paar Zeilen entschieden,
denn es gibt soviele Marathon + Ultraläufe jenseits der großen Städte, das man manchmal nur ein wenig die Augen offen halten, oder eben ein wenig länger suchen muss. ;-)
Hin und wieder reichen auch Tipps von anderen Läufern.

So bin ich dann zum 1. Meller Bahnmarathon gekommen.
Ursprünglich wollte ich beim Pulheimer Staffelmarathon als “Einzelläufer” unterwegs sein. Aber mit meiner Meldung zu einem längeren Bahnlauf im Juli 2010 rückte ganz schnell dieser Bahnmarathon in den Fokus.
Einen besseren Test hätte ich mir gar nicht vorstellen können!!
Aber wie kommt man zu einer Teilnahme bei so einer “geschlossenen” Veranstaltung?!?
Mit etwas Glück oder noch viel besser, wenn man andere Teilnehmer auf der Starterliste kennt!!

So waren dann 29 gemeldete Läufer/innen am Samstagmorgen um 9 Uhr in Melle (nähe Osnabrück) auf der “geräumten” Tartanbahn an der Startlinie, die 195 Meter von der Ziellinie entfernt war.
Unser Dank galt schon vor dem Start dem Veranstalter, denn er hatte es tatsächlich in Zusammenarbeit mit der Stadt geschafft, die Tartanbahn “schneefrei” zu bekommen.
Der Boden war zwar dennoch etwas härter als üblich, aber alleine das Bild war herrlich. Alles war weiß und nur die Bahn strahlte in frischem Rotbraun.

Zusätzlich standen dann noch weitere 105 Runden auf dem Plan, um die Marathondistanz erfolgreich absolvieren zu können.
Einen Drehwurm hat niemand von uns bekommen, die Unterhaltungen sorgten dafür, das Runde um Runde um Runde um ….. gelaufen wurde.
Aber niemand ist an diesem Tag eine Marathondistanz gelaufen, denn die Innenbahn war nicht Eis- und Schneefrei, somit trugen die Bahnen 2, 3 und 4 zu ein paar weiteren Metern. Zwischen 43,8 und 44,5 km war (dank einiger Forerunner) alles dabei, inclusiver diverser Überholvorgänge, bzw. freiwilliger Aussenbahn, um die Spitze nicht zu behindern. ;-)

Gezählt wurden die absolvierten Runden von zahlreichen Helfern, die sich in der Sprecherkabine des Vereinsgebäudes im 1. Stock warm gehalten haben und einen Überblick über Läufer/innen und Bahn hatten. Zu ihrer Erleichterung trugen wir die Startnummern doppelt, vorne und hinten. Musik unterhielt uns zusätzlich, zwischen den immer wieder durchgesagten zu absolvierenden Runden, bzw. den noch zu laufenden Runden.
Unterhalb der großen Sprecherkabine gab es ein Sportstudio, welches reichlich genutzt wurde und wohl für reichlich Gesprächsstoff gedient haben muss, denn durch die große Fensterfront konnten sie uns auf ihren Steppern, Laufbändern, Spinningrädern sehr gut beobachten, bzw. wir sie ebenfalls. Was für ein Gegensatz.

Nach dem Lauf saßen noch alle recht gemütlich zusammen und konnten sich reichlich an Kuchen + Kaffee oder Salaten + Bier bedienen. Alles war inclusive, selbst das begehrte Funktions-Finisher-Shirt vom 1. Meller Bahnmarathon war im Preis von 20 Euro enthalten!!
Nur für die Bratwurst wurde um eine kleine Spende gebeten.

Eine tolle Veranstaltung, die unbedingt wiederholt werden muss!!!
Den Vorschlag für eine 2. Auflage haben wir schon kundgetan, im Sommer als Nachtveranstaltung. ;-)

Gelernt habe ich durch diesen Bahnmarathon, das die Wahl der Schuhe sicherlich wichtig ist, aber der Lauf im Juli für den Kopf/Körper sehr anstrengend wird.

Ein Dank gilt den Endorphinjunkies aus Dortmund, denn ohne deren Glühwein-Marathon im Dezember 2009 wäre ich nie auf den 1. Meller Bahnmarathon aufmerksam geworden, bzw. weiß ich jetzt wiederum von einem Finnbahnlauf im September, dessen Teilnahme ich mir im Laufe des Tages sichern werde.

Grüße
Michael

Decke-Tönnes Weihnachtsmarathon bei -15 Grad am 19.12.09

Montag, Dezember 21st, 2009

Der Decke Tönnes Quasselmarathon 2009 ist kein Wettkampf, sondern ein Quassellauf.

Aus der Streckenbeschreibung kann man entnehmen, das er über 43,5 Kilometer verläuft und ca. 800 Höhenmeter zu bewältigen sind. Gelaufen wird gemeinsam im Tempo von 6:30 Minuten pro Kilometer und jeder Läufer muß seine Verpflegung selber mitbringen.

Übrigens ist der “Decke Tönnes”, so sagt der Rheinländer zum “Dicken Antonius”,
eine Wallfahrtskapelle zum Gedenken an den Heiligen Antonius. Und dieser Decke Tönnes ist der Schutzheilige aller Marathonläufer.

Es wurde in 2 Gruppen gestartet, einmal für Läufer/innen, die einen (Flach-)Marathon in unter 4 Stunden laufen können und einmal für Läufer/innen, die die Strecke in 4:30 Std. schaffen würden.

Bei -14 Grad starteten wir in Euskirchen bei herrlichstem Sonnenschein und reichlich Schnee. Jeder kannte die Verhältnisse und war dementsprechend gekleidet, bzw. ausgerüstet. Schnell verließen wir die Stadt und tauchten in die (Vor-)Eifel ein. Landschaftliche weiße Hügel tauchten vor uns auf und gaben den Blick auf kleinere Dörfer frei, die immer wieder gut für ein Motiv waren. Felder und Wiesen wurden entlang gelaufen, die vor uns niemand an diesem Tage gegangen war, da wir zuerst unsere Spuren im Schnee hinterließen.

Das es dann doch soviel Schnee war, überraschte uns, denn die Laufschuhe versanken im Schnee. Andererseits war es auch wieder gut, weil dadurch die Trittsicherheit gewährleistet war. :D Einziges Problem bei diesem Lauf waren kühle Hände und ein kaltes Gesicht, sofern der Wind die Richtung wechselte und uns entgegenkam. Vorgesorgt hatten aber die meisten, indem sie Bufftücher ins Gesicht zogen.
Für manchen Spaziergänger muss das ja herrlich ausgesehen haben, wenn an ihnen eine kleine Gruppe von 8 Läufer/innen vorbeizog, die aussahen wie auf einer Polar-Expedition. :hihi:

Zwischendurch wurden wir aber doch 3 x kurz versorgt, 2 x war die Frau von unserem kundigen Streckenläufer “Willem” vor Ort. Leider konnte sie nicht öfters “holländische Waffeln” und warme Brühen verteilen, da sie mit ihrem Auto die verschneiten Straßen nicht mehr hinauf kam. :D Dennoch ein großes Lob für ihre Hilfsbereitschaft uns ein wenig zu versorgen.
An der Steinbachtalsperre war sie dann noch einmal!! :daumen:

Die Strecke war auf jeden Fall so schön, das es sich lohnt, diesen Marathon noch einmal zu einer anderen Jahreszeit zu laufen!!!

Übrigens hatten wir noch einen treuen vierbeinigen Husky-Mischling als Begleitung von Gerd. Der Hund war in seinem Element und selten von seinem Trieb die “Führungsrolle” zu übernehmen, abzuhalten. *gg*

Grüße
Michael

Sonntag -> früh aufstehen und Spaß haben?!? ;-)

Montag, Dezember 14th, 2009

Sonntag, der 13.12.09 war wieder so ein Tag, wo ich mich (nicht wirklich) ernsthaft frage, ob es echt nötig ist, sich um 5:15 Uhr ins Auto zu setzen und 100km in Richtung Schwerte bei Dortmund zu fahren, um dann gegen 06:30 Uhr mit ca. 10 Läufern/Läuferinnen einen Glühwein-Marathon zu bestreiten.

Schöne und profilierte Strecke, die sich da “Mattin” (vom Veranstalter der Endorphinjunkies aus Dortmund) hat einfallen lassen. Meine Schuhe sind zwar nach dem Marathon gefühlt ein Kilo (Matsch) schwerer gewesen, aber damit muss man in dieser Jahreszeit ja rechnen. Passend zum Glühwein-Marathon war das Wetter mit 0,5 Grad genau richtig. ;-)

Nach 27km kehrten wir an den Ausgangspunkt zurück, um dann mit den Läufern/Läuferinnen des 5. Glühweinlauf gemeinsam (unsere letzten) 16km zu laufen.
Es blieben ca. 10 Minuten um sich umzuziehen.
Kein Zeitdruck, lockere Atmosphäre und weitere kleinere Hügel erwarteten uns, incl. des “Junkie-Hill”, wo die “Bergwertung” ausgetragen wurde. ;-)

Das aufgebaute Buffet war der “Hammer”, wenn man bedenkt, das es sich hier um einen Lauf handelt, der “offiziell” nix kostet. Der Bitte um einen Obolus für die Vereinskasse wurde reichlich gefolgt!!!!

Leider konnte/durfte ich nur wenig vom Glühwein kosten, aber der Kinderpunsch und der Kakao, bzw. Kaffee haben zwischendurch ordentlich gewärmt. ;-)

Grüße
Michael

P.S. Im Nachhinein bin ich froh, das es mit dem Siebengebirgsmarathon nicht geklappt hat, denn die “Junkies” sind eine lustige/tolle Truppe, die eine klasse Doppel-Veranstaltung organisiert haben. Klasse, das ich dabei sein konnte!!!

KiLL50 - kein Laufbericht, nur Rückblick ;-)

Montag, November 9th, 2009

Um nicht selbst in diverse Fallen von Wiederholungen zu tappen, werde ich für den 2. KiLL50 keinen Bericht schreiben, da verweise ich auf meinen Bericht zur Premiere des KiLL50 in 2008.

Zudem gibt es einen interessanten aktuellen Bericht von wowbagger.

Der KiLL50 stand in diesem Jahr für mich unter einem anderen Gesichtspunkt als in 2008.
Meine Probleme aus dem Doppelstart in Köln waren analysiert und mit fachkundiger Hilfe wurde ein Plan erstellt, damit so etwas künftig nicht mehr passiert.

Mein erster Testlauf war mit dem Ultra-Röntgenlauf in Remscheid genau der richtige Test, zumal ich als Begleiter auch ein wenig abgelenkt war und nicht ständig in mich hineinhorchte.
Der Lauf verlief gut und es gab keinerlei Probleme. 1. Test bestanden.

Nun sollte der KiLL50 folgen, etwas länger, etwas anspruchsvoller, ……
2 Wochen nach Remscheid genau richtig, um dem 2. Test mehr Gewichtung geben zu können.

Kurz und knapp, es hat funktioniert!!
Mein Ernährungsverhalten wurde zwar nicht auf den Kopf gestellt, aber Anpassungen waren nötig, speziell die Zunahme von Eiweiß!!!

Der KiLL50 war auch beim 2. Mal ein Erlebnis, auch wenn die Strecke zu Beginn + Ende modifiziert werden musste, da Start/Ziel verlegt werden mussten.
Trotz des kleinen Starterfeld von nur 30 Läufern, waren auch dieses Mal bekannte Gesichter dabei und es hat mich gefreut, Tessa und Jan nach so langer Zeit wiederzutreffen.
Mit Christoph bin ich ja schon unbewusst zusammengelaufen, aber gesehen hatten wir uns bis dato noch nicht und hinter Heiko kann ich mir jetzt künftig auch ein Gesicht vorstellen, schön Euch hier getroffen zu haben!!! Thomas + TOM, die UTMB-Finisher haben mich noch einmal an mein Vorhaben in 2010 erinnert!!
Fehlt nur noch unser BugsBunny, der Schweizer Hase, namens Bruno. Beim TU in Thüringen schon kurz unterhalten, hatten wir uns hier im Forum darüber unterhalten, den KiLL50 doch gemeinsam in einer Zeit von ca. 12 Stunden zu erlaufen.
Nach den eindringlichen Warnungen von diversen herumstreunenden Vierbeinern und den durchaus vorhandenen Gefahren von Trailläufen bei Dunkelheit, machten wir uns bei hereinbrechender Dämmerung auf den Weg.
Bruno hielt seine Karte permanent in der Hand, als wollte er jede Kurve und Gabelung nachhalten. Das lernt man wohl bei Orientierungsläufen.
Es gestaltete sich eine 4er-Gruppe und wir liefen unterhaltend zusammen, immer wieder in höchster Konzentration, denn Bruno´s Schweizer Dialekt erforderte höchste Aufmerksamkeit. Leider war das wohl nicht sein Tag, denn wir wurden langsamer und die beiden anderen Läufer hatten sich bereits verabschiedet. Das anvisierte Ziel von 12 Stunden schwand zusehends. Zwischen KM 10 - 15 wurden kleinere Wellen gegangen, ich war in einer Zwickmühle. Einerseits stand ich bei Bruno im Wort, andererseits würden wir wohl bei diesem Schnitt nicht in 14 Stunden ankommen!!!
Kurz vor KM 20 bemerkte ich dann, das da heute nichts mehr gehen würde, als ich ihn gerade ansprechen wollte, bemerkte er, das ich ruhig alleine weiterlaufen könnte. Ich wollte allerdings noch von ihm wissen, ober er den KiLL50 bis zum Ende durchziehen und weiter wandern würde. Nachdem er dies bestätigte, war ich etwas beruhigt, denn ein schlechtes Gewissen hatte ich dennoch. Bei der Siegerehrung stieg dieses Gefühl noch einmal stärker hoch, denn Bruno war nicht mehr da, auch nicht als gewerteter 50km-Finisher!!! Die Probleme waren wohl doch größer!! Hätte ich ihn doch wenigstens bis zum 1. Verpflegungspunkt bei KM25 begleitet, wo er dann mit Sicherheit ausgestiegen ist.

Kaum das ich Bruno alleingelassen hatte, verlief ich mich kurz darauf zum ersten und einzigen Mal!!! Nur durch das Pfeifen und Rufen einer 3er Gruppe ca. 100m hinter mir, wurde ich darauf aufmerksam. Das habe ich meinem Rücklicht am Rucksack zu verdanken, denn sonst hätten sie mich bestimmt nicht in der Dunkelheit gesehen!!!

Übrigens war die Verpflegung wieder klasse, neben der Brühe gab es auch eine heisse und sättigende Suppe, Kuchen, Riegel, salziges, süßes und natürlich Getränke. Das einzige, was ich hier vermisst habe, war ein regionales Bier. *lach* Ich habe mich dann mit einem alkoholfreien Erdingen breitschlagen lassen.

Leider war in diesem Jahr das Wetter nicht ganz so gut. Die Nacht blieb zwar trocken, aber die Bewölkung ließ leider wenig von der Atmosphäre einer (Fast-)Vollmondnacht zu. Man läuft schon mit einem etwas anderen Gefühl, wenn man alleine unterwegs ist, keine Geräusche hört und der Mond am Himmel strahlt.

So kam es dann auch, das ich den MP3-Player nicht aus dem Rucksack geholt habe und mich ganz der Natur und ihrer Umgebung hingegeben habe. Wenn es nur nicht so laut wäre, wenn man durch das meterhohe Lauf läuft und zuweilen ein etwas unbehagliches Gefühl durchströmt.

Nach der 2. Schleife kam richtig Freude auf, den einzigen Verpflegungsposten das 2. und letzte Mal anlaufen zu dürfen. Hatte ich das schon mit dem Bier erwähnt?!? Zu meiner Überraschung gab es auch Erdinger mit Umdrehungen, sodass ich mir 2 kleine Becher neben der heissen Suppe gönnte. Nach einem kurzen Plausch und dem Wechseln der Batterien meiner Stirnlampe ging es auf zur letzten Schleife und dem schwierigsten Stück. Auf der 2. Runde ist zwar die nicht enden wollende Rampe und der Großteil der Steigungen, aber blassen Erinnerungen aus dem Vorjahr waren noch vorhanden. Oder vermischte ich das inzwischen mit einer Vielzahl von anderen Hügeln der anderen Läufe?!?
Mittlerweile hatte ich wieder etwas Zeit gut gemacht und einige Passagen kamen mir dann doch bekannt vor, besonders der längere abschüssige, trailartige Weg im Kiefernwald. Einer der schönsten Laufwege, die ich kenne!!!! Es ist dunkel, Kiefern soweit man blicken kann, der Weg ist abschüssig, der Boden weich und voller Nadeln, absolute Ruhe, der Weg ist schmal und geht rechts abschüssig hinunter, Wurzeln machen sich auf dem Pfad breit, Rinnen von Wasserläufen müssen überquert werden, mal rechts, mal links, ab durch die Mitte, ein ständiges wechseln des Laufrhythmus ist nötig, um unbeschadet dieses Teilstück zu überstehen. Ich kann mir nicht vorstellen, das das bei Tageslicht genauso klasse ist, denn dann wäre die Konzentrationsphase nicht so hoch.

Nach diesem Adrenalinkick waren die letzten Kilometer richtig gut, noch einmal richtig anstrengend, da das Ziel noch einmal über einige Trailstrecken zu erlaufen war.

Dort angekommen, war ich dann doch etwas von Michael Neumann (Veranstalter) enttäuscht, hatte er sich doch etwas zum Schlafen hingelegt und somit auch den Finishern vor mir, ihre verdiente Ruhe gegönnt. Im letzten Jahr hatte er noch einen Heidenspaß, die Zielzeiten der Finisher auf ihren Medaillen (Hundemarken!!) einzuhämmern, egal wie erschöpft die Läufer waren und ob sie eventuell schlafen würden. *gg*

Grüße
Michael

P.S. Wer im nächsten Jahr dabei sein möchte, sollte sich diesen Lauf frühzeitig im Kalender notieren, sich bewerben, einladen lassen, oder jemanden kennen, der für sie/ihn sprechen kann. Es ist und bleibt ein Einladungslauf mit einer geringen Zahl (ca. 30) an Startplätzen. Mit der Warteliste hätte man einen weiteren Lauf organisieren können. Ich bin im nächsten Jahr wahrscheinlich nicht dabei, da der 100er in Remscheid Vorrang hat!!

Treppentraining - 1. Test für Treppenlauf in Radebeul!!

Donnerstag, Oktober 29th, 2009

Gestern erfolgte das erste Treppentraining nach offizieller Genehmigung zur Treppenhausbenutzung bei meinem Arbeitgeber!!!!
(Ziel ist das Finish beim Treppenlauf im April in Radebeul!!!!!)

Da stand ich nun ehrfürchtig im Treppenhaus, platzierte meine Getränkeflasche auf der ersten Stufe im Erdgeschoss und legte eine Kopie des Genehmigungsschreibens dazu, sofern sich jemand wundern oder beschweren sollte. Aber vorab, ich habe niemanden in dieser Zeit getroffen!!!
Da mein Trainingszeitraum eh zwischen 17 - 19 Uhr liegt und die Mehrzahl an Kollegen/innen eher Aufzug fahren, war mir das eh recht. ;-)

Also nahm ich die zweite Flasche in die Hand, drückte meine Stoppuhr und machte mich langsam + gehend auf den Weg nach oben. Etage für Etage, 12 Stufen waren es bis zur Kehre im Treppenhaus und weitere 12 Stufen bis zum Erreichen der nächsten Etage.
Die ersten 5 Etagen zählte ich noch instinktiv die Stufen, danach beschäftigten mich andere sinnfreie Fragen.
Etage 12, so langsam wurde es anstrengend und der Blick richtete sich nach oben, obwohl ich nichts als Stufen erkennen konnte.
Etage 18, das Ziel ist fast erreicht, die oberste Etage des Gebäudes wurde erklommen, aber da sah ich noch eine weitere Etage, die bis zur möglichen Wartung der Aufzüge führte, die wolle ich ebenfalls noch mitnehmen. Kurzer Blick auf die Uhr, knappe 5 1/2 Minuten für den Aufstieg von 19 Etagen, eine halbe Minute wollte ich mir oben als Pause gönnen.
Einzige Ungereimtheit in einem Zwischengeschoss war, das auf einer (Halb-)Etage 16 statt 12 Stufen waren, bei gleicher Tritthöhe!!!
Gesamt kam ich also auf 460 Stufen, macht bei 17cm Stufenhöhe pro Aufstieg 78,20 Höhenmeter!!!
Der Weg hinunter führte etwas flotter in guten 3 Minuten zum Erdgeschoss. Hier wollte ich dann 1 Minute Pause machen, um mich für den nächsten Aufstieg zu wappnen.
Gesagt, getan, 2 Aufstieg, es ging immer noch gut, auch wenn das schwerere Atmen dieses Mal 2 Etagen früher anfing. ;-)
Dennoch war jetzt ein Rhythmus vorhanden, speziell als es wieder hinunterging, denn nun bemerkte ich, wenn ich mit dem linken Fuß die erste Stufe hinunternehme, setze ich bei der 12 Stufe mit dem rechten Fuß auf und kann dann wiederum mit dem linken Fuß die Kurve einleiten!!! (Das Treppenhaus führte links herum nach oben und dann natürlich rechts herum hinunter.)
Nach ca. 30 Minuten waren deutliche Spuren auf meiner Laufkleidung von der Anstrengung zu sehen, leicht durchnässt kam ich den 3. Abstieg hinunter. Die Erholungsphasen beim Abstieg waren deutlich zu spüren, daher war meine Entscheidung, nach dem Aufstieg nur eine kurze Pause einzulegen, genau richtig.
Aber nun musste ich die Getränkeflaschen tauschen, da die erste 0,5 l Flasche leer war, die Luft im Treppenhaus war doch recht trocken und etwas gewöhnungsbedürftig.
Meine Fitness war immer noch gut und mein rechtes Knie hielt immer noch durch. Da ich beim Roentgenlauf gestürzt war, nachdem ich das Prosecco-Schild fotografiert hatte, schmerzte das Knie schon noch bis Dienstag.

3 Auf-, + Abstiege hatte ich also geschafft, soviele wollte ich auf jeden Fall beim ersten Treppentraining erreichen!!! Aber für 30 Minuten Laufklamotten anziehen?!? Das hatte ich schon Ewigkeiten nicht mehr gemacht. *lach* Also weiter machen, langsam aber zielgerichtet, denn der Treppenlauf im April ist nur noch 6 Monate entfernt und dort warten pro Runde 397 Stufen auf 88,48 Höhenmeter + 843,90 Streckenmeter UND das Ganze dann 100 MAL!!!

Ein Vergleich vom Wettbewerb zum Trainingsgelände ist also sehr gut möglich.
Aber die Vorstellung, es erst 3 mal geschafft zu haben und es 100 mal schaffen zu müssen, liegt doch noch einiges auseinander. *lach*
So machte ich mich dann zum 4. Aufstieg, immer noch im ähnlichen Rhythmus und fast identischer Zeit, schnaufte auf dem Gipfel, legte meine 30 Sekunden Pause ein und trabte hinunter.
5. Aufstieg, der Schweiß läuft ordentlich, ich bin froh eine Kappe zu tragen, auch wenn ich mich anfangs gefragt habe, wie bescheuert das im Treppenhaus aussehen mag. ;-)
51 Minuten sind nach dem 5. Abstieg vorbei!!! Jetzt will ich es wissen und die Stunde Training voll machen, der 6. Aufstieg beginnt und ich habe sogar fast das Verlangen einige Zwischenetagen hinauf zu laufen. Ich zügel mich aber, merke jedoch das ich schneller bin. Letzte Gipfelpause und letzter Schluck aus der 2. Flasche!!!
Hinunter geht es wieder zügig, leicht versetzt, denn so geht es am sichersten und schnellsten.
Im Erdgeschoss angekommen, drücke ich auf meine Stoppuhr und sehe 1 Std. + 23 Sekunden.
6. maliger Aufstieg ergeben gesamt 2760 Stufen und 469,2 Höhenmeter!!!
Noch ein weiter Weg zu 39700 Stufen und 8848 Höhenmeter!!
Der Vorteil in Radebeul ist ganz eindeutig, das die Treppen ohne Kurven hinaufführen!!!!!!

Mir geht es heute übrigens gut, ich habe keinen Drehwurm, nur ein leichtes Zwicken in der linken Wade. ;-)

Grüße
Michael